> DE FACTO – DE JURE
Die Formen der Anerkennung eines Staates
Die internationale Praxis unterscheidet hinsichtlich dem Grad der Konsoldierung eines neuen Staates, als auch hinsichtlich der Aussicht auf Stabilität der Rechtsordnung zwischen de facto Anerkennung und de jure Anerkennung. Wenn Zweifel bestehen an der Stabilität der ausgeübten Autorität des Staates in einem bestimmten Territorium zu einer bestimmten Zeit, werden die anderen Staaten ihm eine de facto Anerkennung gewähren, i.e. sie werden die Rechtsordnung des neuen Staates als faktisch existent anerkennen. De facto Anerkennung ist im wesentlichen eine provisorische Anerkennung. Diese kann bereits durch einen Einreise-, oder Ausreisestempel im Reisepass erfolgen. Wenn der Staat seine Stabilität unter Beweis stellt, wird ihm zu gegebenem Zeitpunkt eine de jure Anerkennung folgen, falls die de facto Anerkennung nicht widerrufen wird. De jure Anerkennung drückt das Vertrauen in die Stabilität des neuen Staates aus. Diese Anerkennung ist definitiv und rückwirkend.
SoS De Facto Anerkennungen und diplomatische Beziehungen:
- Andorra (2007)
- Australien (seit 2003)
- Elgaland/Vargaland (seit 2003)
- NSK (seit 2003)
- Principality of Monaco (2007)
- Republic of San Marino (seit 2005)
- Principality of Sealand (seit 2003)
- Principality of Seborga (seit 2005)
- Schweiz (seit 2007)
- Slowenien (seit 2007)
- Transnational Republic (seit 2003)
- Ungarn (seit 2004)
- Vereinte Nationen
- Related Links:
- Universal Declaration of Human Rights
General Assembly resolution 217 A (III) of 10 December 1948
http://www.un.org/Overview/rights.htm - Rights and Duties of States-Convention Signed at Montevideo, December 26, 1933
http://www.mtholyoke.edu/acad/intrel/interwar/rights.htm - VIENNA CONVENTION ON CONSULAR RELATIONS
AND OPTIONAL PROTOCOLS
VIENNA, ON 24 APRIL 1963
http://www.un.org/law/ilc/texts/consul.htm

